politische Parallelwelt – was ist das?

In der Ratssitzung am 24.6.2021 beklagte sich die Bürgermeisterin der Gemeinde über eine politische Parallelwelt, die durch das Engagement der Unabhängigen entstanden sei. Damit meinte sie unter anderem die Informationsveranstaltung der Klimaschutzagentur, die die Unabhängigen organisiert und zu der sie alle Fraktionen und die Verwaltungsleitung eingeladen haben. Sie äußerte, dass sie allein zuständig und legitimiert wäre so eine Veranstaltung zu organisieren. Hätte sie ja tun können, es gab ja einen entsprechenden Ratsbeschluss, hat sie aber nicht getan.
Sie hat vielmehr versucht, die Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen von der Teilnahme abzuhalten! 
Weitere Vorwürfe:
Die Unabhängigen haben ein Gespräch mit dem Landtagsabgeordneten Volker Senftleben und dem Bundestagsabgeordneten Bernd Westphal geführt und die Bürgermeisterin nicht dazu eingeladen.
Und dann war da noch die Weigerung der Unabhängigen, vertrauliche interfraktionelle Sitzungen durchzuführen.   

Wenn man die Kritikpunkte zusammenfasst, wird der Begriff Parallelwelt klar:
Eine politische Parallelwelt ist eine Welt, in der Wählergemeinschaften Veranstaltungen durchführen ohne Erlaubnis der Bürgermeisterin und öffentlich diskutieren wollen, ohne vorher vertraulich zu hören, was richtig ist. 
Den Kritikern scheint der Begriff Demokratie nicht klar zu sein. Seitens der Bürgermeisterin ist das eine unzulässige und seltsame Einmischung in die Politik, die jegliche Neutralität vermissen lässt. 

Daraus folgt:
Wir werden die Parallelwelt ausbauen! 
Die Diskussionen über die politischen Entscheidungen des Rates gehören in die Öffentlichkeit, welche Veranstaltung wir durchführen, ist allein unsere Angelegenheit. 
Wir engagieren uns weiterhin. 

In der Hildesheimer Allgemeine vom 6.6.21 liest man einen Leserbrief, in dem der Hauptort Diekholzen als Parallelwelt der Unabhängigen bezeichnet wird. Diese Definition kommt natürlich aus der CDU, von Frau Wirries, die weder bei der Arbeit am Sportentwicklungskonzept noch als Zuhörerin in irgendeiner Sitzung in den letzten Jahren zu sehen war, unser Tipp an die Schreiberin: nicht behaupten, hoffen, wünschen – MACHEN!