Es gibt nur einen Weg, und zwar geradeaus

Es war einmal vor langer, langer Zeit…
So fangen viele Märchen an, doch leider ist die Kommunalpolitik in Diekholzen kein Märchen, sondern bitterernst, so ernst, dass ich in den letzten 5 Jahren öfter schlecht geschlafen habe, was leider kein Märchen ist.
Es ist Wahlkampf und alle Parteien und wir Unabhängige als Wählergemeinschaft versuchen ein gutes Ergebnis zu erzielen. Jeder versucht sich ins rechte Licht zu rücken, nicht selten mit fragwürdigen Aussagen.
Wer jetzt vermutet, dass ich an dieser Stelle weit aushole, um seitenweise Konflikte, Verfehlungen und Verstöße gegen das Kommunalrecht oder einfach Handlungen, die sich für eine Bürgermeisterin nicht gehören, aufzuzählen, den muss ich leider enttäuschen.
Ich bin zu dem Ergebnis gekommen, das mittlerweile jedem bewusst sein sollte, was in der Vergangenheit dazu geführt hat, dass es in den letzten 5 Jahren in der Gemeinde Diekholzen nicht vorwärtsgegangen ist.
Ich persönlich hatte, wie fast der ganze Gemeinderat im Spätherbst erleichtert wahrgenommen, dass die Bürgermeisterin nicht wieder antreten will und so den Weg für den so dringenden Neuanfang frei macht. Was dann kam, wissen wir.

„Wir wollten nicht auf Biegen und Brechen jemanden aufstellen“, sagt Völkel. „Wenn wir jemanden nominieren, dann sind wir von seinen menschlichen und fachlichen Qualitäten überzeugt.“
So die Aussage von CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Martin Völkel in der Hildesheimer Allgemeinen Zeitung am 21.05.2021.
Ja, es ärgert mich, wenn Personen, die in den letzten Jahren in keiner Ausschuss- oder Ratssitzung gewesen sind, solche Aussagen machen. Ich denke das ist auch sehr einfach nachvollziehbar.

Blicken wir also nicht weiter zurück, sondern nach vorne.

Was muss denn nun passieren, damit es in unserer Gemeinde vorangeht?
Richtig, wir brauchen den viel erwähnten Neuanfang.
Grüne, SPD und Unabhängige, also alle Fraktionen außer der CDU, haben klar definiert, dass Sie der Bürgermeisterin keinesfalls zutrauen, den Rat nun nach 7 Jahren Stress zu vereinen, auch wenn es den ein oder anderen Wechsel gibt. Warum auch sollte das funktionieren?

Deshalb stehe ich als Spitzenkandidat der Unabhängigen für einen Neuanfang mit Matthias Bludau als Bürgermeister und einem starken Wahlergebnis für die Unabhängigen in der Gemeinde Diekholzen.
Wir Unabhängigen haben uns die ganzen 5 Jahre kontinuierlich mit viel Engagement eingebracht, vieles versucht auf den Weg zu bringen, wurden aber leider oft blockiert oder haben Abstimmungen knapp verloren. Ich hoffe, dass sich das ändern wird.

Bei den Unabhängigen gibt es keinen Fraktionszwang, jedes Mitglied kann für sich entscheiden und sich positionieren. Das tue ich auch, jetzt noch deutlicher als in den letzten Monaten.
Warum so spät? Warum nicht gleich? Das sind berechtigte Fragen, die ich mir gefallen lassen muss und auch werde. Die Erklärung ist jedoch umso einfacher.
Der Wahlkampf hat in den letzten Tagen Formen angenommen, wo erneut ein schriftlicher Antrag von uns Unabhängigen seitens der Bürgermeisterin einfach komplett ignoriert wird und eigenmächtig gehandelt wird. Ein Großwahlplakat der Unabhängigen am Heidekrug von der CDU bewusst verdeckt wurde (wurde am nächsten Tag versetzt) und Ergebnisse der letzten Jahre so dargestellt werden, als seien sie der alleinige Verdienst der Bürgermeisterin.
Das ist mir persönlich auch in Wahlkampfzeiten zu viel, um nicht unkommentiert zu bleiben.

Eine starke, weiterhin engagierte Fraktion der Unabhängigen zusammen mit Matthias Bludau als Bürgermeister, mit dem wir in der Vergangenheit auch häufig kontrovers diskutiert haben, der bereit ist zuzuhören, der auch bereit ist neu zu denken und ja, der nicht beratungsresistent ist.
Das ist meine persönliche Lösung, wie es in unserer Gemeinde wieder vorwärtsgehen kann.
Ja, es ist gewagt von mir als Unabhängiger Spitzenkandidat solche klaren Bekenntnisse zum SPD-Bürgermeisterkandidaten zu äußern. Ich laufe schließlich Gefahr Wählerstimmen zu verlieren.
Wer mich kennt, weiß aber wie ich denke und handle.
Es gibt für mich nur einen Weg und der ist geradeaus.
Mir ist es einfach wichtig, dass der Wähler vorher weiß, was ich denke, wie ich handle und wofür ich stehe, bevor er seine Stimmen verteilt.
Spielchen, um Wählerstimmen zu bekommen sind mit mir nicht möglich.
Ich bin bereit für einen Neuanfang mit Matthias Bludau, mich die nächsten 5 Jahre für unsere Gemeinde zu engagieren, stehe aber auch zu meiner Aussage aus der Gemeinderatssitzung vom 24.06.2021, dass es sonst wohl keinen Sinn macht weiterzumachen.

Christoph Glados

Wir sind nicht immer einer Meinung, aber festen Willens gemeinsam etwas zu bewegen…